Geschichte der Politischen Modellgemeinde

Seit dem 1.1.1969 besteht unsere Gemeinde in der heutigen Form – die Politische Modellgemeinde. Sie wurde gebildet aus der ehemaligen Ortsgemeinden Modellgemeinde und der Munizipalgemeinde Muster.

Wir BürgerInnen der Modellgemeinde dürfen auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken. Die Musterburg wurde schon im 11. Jahrhundert auf dem Waldhügel gebaut und beherrscht den Blick auf unsere Gemeinde. Schon so mancher Burgherr hat diese Burg im Verlaufe der Zeit bewohnt, bevor sie zum Museum wurde.

In den Habsburgerkriegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde auch die Ebene unserer Gemeinde zu einem Schauplatz der Kämpfe. Glücklicherweise war das der letzte Krieg in unserer Region.

Anfangs des 19. Jahrhunderts herrschte auch in unserer Gemeinde ein grosse Hungersnot. Rund ein Viertel der Bewohner unserer Gemeinde starben zu dieser Zeit. Viele unserer damaligen MitbürgerInnen wanderten in der Folge in die neue Welt aus.

In den 60igern des letzten Jahrhunderst, den Jahren der Gemeindereorganisation im Modellkanton, wurde dem Willen der EinwohnerInnen in der Modellgemeinde und dem Musterdorf zur Bildung der heutigen Politischen Gemeinde entsprochen.

Im Jahr 2010 initiierte der Gemeinderat das Projekt "Modellgemeinde". Dabei wurden langfristige und nachhaltie Ziele definiert, die sich aktuell in der Umsetzung befinden. Fokus dieses Projektes sind die Selbstorganisation, die Stärkung der Region und die Erhöhung der Lebensqualität.

Kapelle St. Katharina in Heldswil

Sie muss kurz vor 1489 errichtet worden sein, zeigt sich heute jedoch im neugotischen Gewand aus dem Jahre 1850. Die beiden Altarstatuen St. Agatha und St. Barbara schmücken den Innenraum. Die beiden Glocken "zur Ehre Gottes. der Name des Herrn sei Gepriesen – Carl Rosenlächer Constanz 1857" mit dem Ton g und "Jesus Maria Hilf 1547" mit dem Ton c läuten täglich. Die Kapelle ist im Besitz der Katholischen Kirchgemeinde Sulgen. Zwischen 2005 und 2009 wurde sie renoviert. Zum Schutz des Westeingangs wurde der Bau zusätzlich mit einem Vordach ergänzt.

Kapelle St. Michael in Oetlishausen

Der Baubestand der Kapelle kann bis ins 12./13. Jahrhundert zurückverfolgt werden und gehörte ursprünglich zum Schloss Oetlishausen. Teile spätgotischer Fresken überraschen im Innenraum und die Holzdecke mit Wappen und Sternen sowie Kerbschnitt- und Masswerkfries (um 1500) geben eine besondere Stimmung. 1948 wurde die Evangelische Kirchgemeinde Bischofszell Besitzerin der Kapelle.

Schloss Oetlishausen

Die bewegte Geschichte führt zur Burg, welche erstmals 1176 urkundlich unter "fratres de otilehusen" erwähnt ist. Viele BesitzerInnen wechselten sich ab und nahmen zweckdienliche Umbauten vor. Im Schloss, das von 1953 bis 2006 im Besitze der Stadt Zürich war, absolvierten Mädchen und Burschen einen mehrwöchigen, obligatorischen Haushaltkurs. Der Bauernhof wurde während dieser Zeit von einer Pächterfamilie bewirtschaftet. Seit 2007 befindet sich die gesamte Anlage in Privatbesitz. Sämtliche Gebäude wurden vollständig renoviert, bzw. neu aufgebaut und mit einer Reithalle ergänzt. Mit dem Erhalt des Hofgebäudes mit Toranlage in der ursprünglichen Form und der markanten Linde im Innenhof ist die Schlossanlage ein besonderer Ort geblieben.

Schloss Heidelberg

1744/45 liess Leonhard von Muralt-Egger den Landsitz 300 m südlich der Burgruine Heidelberg von J. Grubenmann und G. Held erbauen. Das Schloss befindet sich in privatem Besitz und ist von den Besitzern innen und aussen liebevoll renoviert worden.

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